Jahresabschluss 2025: Mehr als 5.000 Euro Dividende
- Ben Offenberger

- vor 3 Tagen
- 7 Min. Lesezeit
Je älter ich werde, desto schneller ziehen die Jahre gefühlt an einem vorbei. An der Börse ist in 2025 wieder einiges passiert. Am einprägsamsten dürfte wohl der trumpsche "Liberation Day" im April gewesen sein, der den Börsen weltweit einen Knick verschafft hatte. Dieser wurde allerdings schnell wieder aufgeholt und viele Indizes schlossen das Jahr am Ende nahe ihrer Höchststände ab. Aus Dividendensicht blicke ich zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, schaut man sich die Depotperformance an könnte man allerdings eher Tränen in den Augen bekommen. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Jahresabschluss.
Dividenden im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr haben 59 Unternehmen und ein ETF aus meinem Depot eine Dividende ausgeschüttet. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 5.128,28 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 26,9 % (2024: 4.042,19 Euro).
Unternehmen | Dividende |
British American Tobacco | 415,30 € |
Altria | 379,29 € |
Imperial Brands | 372,64 € |
Omega Healthcare Investors | 245,34 € |
Hercules Capital | 229,70 € |
Realty Income | 216,17 € |
Ares Capital | 214,93 € |
Unilever | 186,96 € |
W.P. Carey | 178,52 € |
CVS Health | 176,52 € |
Simon Property Group | 169,59 € |
Amgen | 155,32 € |
Stanley Black & Decker | 136,85 € |
Automatic Data Processing | 123,23 € |
Starbucks | 118,15 € |
Itochu | 111,88 € |
PepsiCo | 107,00 € |
Defama AG | 103,39 € |
McDonald's | 98,93 € |
Microsoft | 92,78 € |
Kroger | 80,78 € |
JPMorgan Chase & Co. | 78,93 € |
IBM | 78,01 € |
3 M | 77,12 € |
AbbVie | 71,37 € |
LVMH | 70,71 € |
Bechtle AG | 65,12 € |
Nike | 60,93 € |
Qualcomm | 60,28 € |
Novo Nordisk | 58,87 € |
Mastercard | 57,30 € |
Blackrock | 55,24 € |
Alexandria Real Estate Equities | 50,89 € |
Jack Henry & Associates | 49,71 € |
Cisco | 48,83 € |
Stryker | 40,91 € |
Broadcom | 36,33 € |
Alimentation Couche-Tard | 34,91 € |
Vanguard S&P 500 ETF | 26,19 € |
Dassault Systemes | 24,76 € |
Apple | 24,37 € |
Nasdaq Inc. | 21,65 € |
Alphabet | 20,27 € |
Vitec Software Group | 20,13 € |
Digital Realty Trust | 18,60 € |
Texas Roadhouse | 9,07 € |
Wisetech Global | 7,35 € |
Walmart | 7,34 € |
Nemetschek SE | 6,52 € |
Verisign | 6,02 € |
S&P Global | 5,21 € |
Danaher | 4,13 € |
Salesforce | 3,78 € |
Constellation Software | 3,70 € |
Costco Wholesale | 3,44 € |
Booking Holdings | 2,18 € |
Stag Industrial | 1,68 € |
Thermo Fisher | 1,68 € |
Main Street Capital | 0,74 € |
Paypal | 0,74 € |
Summe | 5.128,28 € |
Die Tabelle ist nach der Höhe der eingegangenen Zahlungen sortiert. Fast schon traditionell sind die drei größten Zahler in meinem Depot die Tabakwerte Altria, BAT und Imperial Brands. Gleichzeitig haben Imperial Brands und BAT im vergangenen Jahr, mit Blick auf die Gesamtperformance, überzeugen können.
Was die Gesamtdividende angeht konnte Hercules Capital seine Position in den TOP 5 bestätigen. Durch die in 2025 erhaltenen Zahlungen von knapp 230 Euro sind inzwischen 80 Prozent der ursprünglichen Investmentsumme wieder an mich zurückgeflossen.
Mit Paypal und Verisign haben 2025 weitere zwei Unternehmen erstmalig eine Dividende gezahlt.
Die BDC Main Street Capital und der REIT Stag Industrial sind im Rahmen der Portfoliobereinigung Anfang 2025 verkauft worden und werden deshalb 2026 nicht mehr in der Liste auftauchen. Beide Unternehmen stehen weiterhin auf meiner Watchlist, für nennenswerte Käufe müssten die Bewertungen in beiden Fällen aber deutlich günstiger werden.
Wer meinen Blog schon länger verfolgt weiß, welche Depotziele für mich maßgeblich sind. Vorrangiges Ziel ist meine Pensionslücke zu schließen. Diese soll später über die Entnahme von Dividenden erfolgen und nicht über den Verkauf von Anteilen. Deshalb möchte ich die Dividendensumme jährlich um 10 Prozent steigern. Für das Jahr 2025 ist das gelungen, die Gesamtsumme konnte im Vergleich zu 2024 um mehr als ein Viertel erhöht werden.
Seit Start dieses Depots haben sich die Dividenden wie folgt entwickelt:

Die Steigerung im vergangenen Jahr war überproportional hoch und hatte einen bestimmten Grund zu dem wir im nächsten Abschnitt kommen.
Aktienkäufe in 2025
Die Dividendensumme konnte im vergangenen Jahr nur so stark steigern, weil ich in 2025 eine knapp sechsstellige Summe neu investiert habe. Diese stammte aus Umschichtungen meines privaten Depots in das öffentliche Altersvorsorgedepot und war einmalig. Im Jahr 2026 wird sich die Investmentsumme wieder auf einem deutlich niedrigeren Niveau befinden.
Die Investitionen verteilten sich wie folgt über das Jahr:

Wie man sehen kann gingen die Umschichtungen in den Monaten Januar und Februar vonstatten.
Im Altersvorsorgedepot ist eine Position voll, wenn ich einen Betrag von 5.000 Euro bis 8.000 Euro in eine einzelne Aktie investiert habe. Dabei ist die Summe unabhängig von Kursgewinnen oder Verlusten. Mittelfristig soll in jeden Titel ein Mindestbetrag von 5.000 Euro investiert sein, die derzeitige Maximalsumme liegt bei 8.000 Euro. So versuche ich ein ausgewogenes Gleichgewicht bei den Positionen in diesem Depot zu finden.
Zum aktuellen Stand dieses Artikels (17.01.2026) haben 38 Positionen des Depots eine volle Größe. Diese sind in der folgenden Grafik dargestellt.

Momentan gibt es weitere 15 Unternehmen im Depot, deren Position noch nicht voll ist.
Diese sind:
Omega Healthcare Investors
Berkshire Hathaway
Nemetschek
Hercules Capital
Danaher
JP Morgan Chase
Cisco
IBM
Nasdaq Inc.
Booking Holdings
NNN Reit
Abbvie
Apple
Walmart
Broadcom
Aufgestockt werden die Positionen nur dann, wenn die Bewertung nach meiner Ansicht attraktiv bzw. fair ist. Das führt dazu, dass einzelne Positionen seit Jahren unverändert sind.
Da die Investitionen in 2026 wesentlich geringer ausfallen, wird das Ziel der 10-prozentigen Dividendensteigerung 2026 deutlich schwieriger zu erreichen sein.
Depotperformance 2026
Am Ende des Jahres schaue ich mir neben den Dividenden natürlich auch die Performance des Depots an. Dabei möchte ich allerdings noch einmal betonen, dass eine Überperformance kein vorrangiges Depotziel ist. Neben der Steigerung des Cashflows steht vor allem Risikostreuung und Langfristigkeit im Vordergrund.
Trotz allem ist ein Vergleich von Zeit zu Zeit erforderlich. Sollte ich langfristig deutlich hinter allen Indizes zurückbleiben, müsste ich mir Gedanken zur Strategie machen.
Meine Depotperformance in 2025 lag bei -1,5 Prozent (schwarze Linie). Damit konnte ich nicht mit dem S&P 500 (rot) und dem MSCI World (grün) mithalten.

Seit dem 01.01.2017 liegt die Gesamtperformance meines Depots bei 120 Prozent. In 2025 wurden mir vor allem meine schlecht getimten Neukäufe zum Verhängnis. Mit Novo Nordisk, Constellation Software, Dassault Systemes, Vitec Software, Wisetech Global und Alexandria Real Estate Equities sind viele meiner großen Einkäufe auf Jahressicht zwischen 30 bis 50 Prozent im Minus. Im nächsten Artikel zum Frühjahrsputz 2026 gibt es hierzu dann mehr.
Die Volatilität meines Depots bewegt sich auf jeden Fall deutlich unterhalb derer der großen Indizes. Das sorgt in guten Jahren häufiger dafür, dass ich den Indizes hinterherhänge. Laufen diese schlecht, schneidet mein Depot oftmals besser ab. Sehen konnte man dies beispielsweise in den Jahren 2018 oder 2022. Während der S&P 500 im Jahr 2002 auf Eurobasis mit einem Minus von 16 Prozent abschloss, lag dieses in meinem Depot mit Minus 6 Prozent deutlich niedriger.
Ausblick auf 2026
Im Jahr 2026 ist der Plan, gezielt weiter zu investieren, sowie ruhig und besonnen zu bleiben. Vielerorts wird wieder einmal der Crash heraufbeschworen und auf die komplizierte weltpolitische Lage verwiesen. Keiner von uns weiß was kommt. In den vergangenen 150 Jahren waren die Renditen in Sachanlagen, wozu Aktien gehören, nachweislich die einträglichsten. Für mich gibt es keinen Grund, warum sich dies ändern sollte. Der Verweis auf ein Ende des Euro oder gar des Dollar, macht hier keinen Unterschied. Denn selbst wenn sich ein solches Szenario ereignen sollte, werden die Menschen weiter Lebensmittel kaufen, ihren Süchten nachgehen und eine Gesundheitsversorgung benötigen.
Meine Ziel lautet wie jedes Jahr: Die Dividendensumme am Ende des Jahres 2026 soll um 10 Prozent höher liegen als 2025. Darüber hinaus möchte ich gerne 20.000 Euro in Neukäufe investieren.
Jetzt interessiert mich: Wie zufrieden bist du mit deinem Börsenjahr 2025 und was sind deine Ziele für 2026? Schreibe es gerne in die Kommentare.
Mein erstes Buch ist im Januar 2025 erschienen. Du kannst es hier kaufen.

Das Schreiben dieses Buchs war ein Herzensprojekt von mir. Als Autor, gerade in einer speziellen Nische wie der unseren, kann man keine Reichtümer verdienen. Trotzdem wollte ich dieses unbedingt veröffentlichen. Gerade die Kolleginnen und Kollegen aus dem Beamtentum sind nicht wirklich dafür bekannt, private Altersvorsorge über Börseninvestments zu betreiben. Dabei ist die Pension dauerhaft nach meiner Meinung alles andere als sicher. Ich hoffe etwas dazu beitragen zu können, dass sich mehr Menschen an die Börse wagen.
Um was es genau geht, ergibt sich am Besten aus dem Klappentext:
“Beamte sind so gut versorgt, dass sie sich nicht um die Geldanlage kümmern müssen? Falsch, sagt Ben Offenberger, selbst Beamter – und Investor. Er weiß aus Erfahrung: Gegen Pensionslücken oder unvorhergesehene Ausgaben müssen sich auch Staatsdiener wappnen. Offenberger führt grundlegend an das Thema Geldanlage und Börse heran, aber immer mit der spezifischen Situation von Beamten im Blick. Er erklärt, weshalb auch für Beamte private Vorsorge wichtig ist, wie Börse funktioniert, welche Investmentvehikel und -strategien es gibt, welche psychologischen Fallen lauern und welche Vorteile Beamte beim Investieren genießen. „Börse für Beamte“ ist eine punktgenaue Einführung in die Welt von Aktien, Dividenden, ETFs und Co.”
Das Buch richtet sich vor allem an Beamte, aber auch für alle anderen ist es interessant. Zum einen erfährt man einiges über die Unterschiede zwischen Rente und Pension. Dabei wird auch mit einigen weit verbreiteten Irrtümern aufgeräumt. Der Großteil des Buchs ist darüber hinaus für alle Anleger geeignet, unabhängig vom Beruf. Dabei fließt meine eigene Biografie und meine Erfahrung mit ein, aber auch einige von euch kommen zu Wort. Hierfür bedanke ich mich nochmals ganz herzlich bei Allen, die den Fragebogen beantwortet haben.
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